WhatWhy Art, Konstantin Heuer, Solistenensemble Kaleidoskop
Cheop Cheop San Maek


„Cheop Cheop San Maek“ (aus dem Koreanischen übersetzt: „Bergketten, die sich endlos aneinanderreihen“) ist ein Projekt des Solistenensemble Kaleidoskop in Zusammenarbeit mit dem Ensemble WhatWhy Art aus Seoul und dem Komponisten Konstantin Heuer. Im Zentrum steht ein neues Werk, das klassische Streichinstrumente, traditionelle koreanische Instrumente und Elektronik zu einem vielschichtigen Klangraum verbindet. Das Projekt untersucht und verbindet mikrotonale Ansätze sowie transkulturelle Klangpraktiken, ohne unterschiedliche musikalische Traditionen zu vereinheitlichen. Der entstehende gemeinsame Klangraum ist kein homogener Stil, sondern ein dynamisches Gefüge, vergleichbar mit einer topografischen Landschaft, in der Reibung, Resonanz und Nicht-Übersetzbarkeit ebenso wirksam sind wie Annäherung und Verbindung. „Cheop Cheop San Maek“ formuliert damit eine transkulturelle Praxis jenseits von Exotisierung oder Aneignung: ein Zusammenfinden, das auf Zuhören, Sensibilität und struktureller Gleichwertigkeit beruht und neue Formen kollektiver Klangproduktion ermöglicht, ohne Differenzen aufzulösen.
Konstantin Heuer pendelt zwischen Asien und Berlin hin und her. Unter dem Pseudonym Sedonid produziert und spielt er Techno und elektronische Musik und komponiert Musik für gemischte Besetzungen aus elektronischen und akustischen Instrumenten. Er erkundet gerne neue Tonleitern und Stimmungen im Rahmen der erweiterten reinen Intonation, um strenge formale Architekturen aufzubauen und Räume für melodische Emotionen und tief empfundene Stimmungen zu schaffen.
Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums im Jahr 2026 präsentiert das Solistenensemble Kaleidoskop neue Projekte, die seinen kooperativen Ansatz konsequent fortsetzen und die künstlerische Entwicklung des Ensembles widerspiegeln. Diese Projekte verdeutlichen die zentralen Themen der Arbeit des Kaleidoskops seit seiner Gründung: sein langjähriges Engagement für verschiedene Formen des Musiktheaters, die Kammermusikforschung und transdisziplinäre Kooperationen. Zusammen bilden sie ein Triptychon, das sowohl die Wurzeln des Ensembles als auch seine Offenheit für die Zukunft zeigt.
Ein Projekt von Solistenensemble Kaleidoskop. Gefördert vom Musikfonds e.V. aus Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit freundlicher Unterstützung durch die Aventis Foundation. Solistenensemble Kaleidoskop wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.


